Sonntag, 23. Dezember 2012

Rosamunde Pilcher für die Frau von Heute

Man muss einfach dazu stehen, englischer Landadel, schöne Schlösser, das Meer..., manchmal ist das einfach schön. 

Es handelt sich um den neuen Inspector Lynley von Elizabeth George - Glaube der Lüge -. Der Inspector reist mal wieder aufs Land um einen Mord aufzuklären, den es gar nicht gibt. Er hat seine unglaubwürdigen Freunde, Deborah und Simon, dabei, trifft jede Menge spleenige Familienmitglieder, die ein Motiv gehabt hätten und am Ende wird es noch dramatisch. 

Es ist eigentlich nicht besonder gut, aber ich habe trotzdem eine Nachtschicht eingelegt um es zu Ende zu lesen. Das ist der Rosamunde Pilcher Effekt, vermutlich.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Erinnerungen an meinen Porsche von Bodo Kirchhoff

Es fing damit an, dass ich Bodo Kirchhoff mit Bodo Strauss verwechselt habe. 

Wenn ich das Buch dann schon zu Hause habe, schaue ich wenigstens mal rein. Es schwant mir schnell,  es geht um das beste Stück des Mannes, hier Porsche genannt. 

Zuerst habe ich gedacht, der will sich über mich lustig machen... Aber scheinbar gehört das zur Handlung. Es geht um einen Banker, dem die Freundin am Heiligen Abend mit einem Flaschenöffner schlimme Verletzungen am o.g. besten Stück zugezogen hat. Der Banker zieht daraufhin in ein Sanatorium (eine Art moderner Zauberberg) und lässt sich von einer Autorin, die über ihre Hämorriden geschrieben hat, im Rollstuhl herumfahren.

Bankerromane haben gerade Hochkonjunktur, ich könnte mir vorstellen, dieser ist sicher einer der amüsanteren. Letztlich sinnlos, aber gut geschrieben.

Montag, 19. November 2012

Faserland von Christian Kracht

Ja, es musste noch einmal Christian Kracht sein. Diesmal ein älteres Buch, von 1995. Diese Ich-Erzählung handelt vom wahrscheinlich einsamsten Menschen der Welt. Wenn ich es mir so überlege, sind die Protagonisten bei Kracht immer sehr einsam. Ein Mann, gefangen zwischen Markenwahn, Reichtum und Erziehung, die keinen Raum für das Selbst gibt. Ja, solche Menschen gibt es bestimmt...(Muss mich kurz mal schütteln).

Zeiglers wunderbares Fußballbuch

Ja, Fußball ist wunderbar, ich habe das inzwischen auch eingesehen... Ein schönes Buch für kleine Fußballfans, ca. ab 7 Jahren, in dem erklärt wird, was ein Derby ist, warum Bayern so viele Fans hat, was das mit dem Geißbock soll und noch viel mehr. Arnd Zeigler liebt Fußball und er kann das auch Kindern wunderbar vermitteln.

Jennifer Egan und Sophie Hunger

Mit dem Roman - Der größere Teil der Welt - war ich in Kenia auf Safari, beim One-night-stand in Manhattan, mit einer Marketing Mangerin in irgendeiner Bananenrepublik; ich guckte vom Buch hoch und musste mich orientieren wo ich bin. Das ist lange nicht passiert. 
Jennifer Egan verwebt zahlreichte Lebensläufe und Zeitebenen zu einem großen Ganzen, ich würde sagen, zu einem Feuerwerk von Geschichten. In der Mitte gibt es den ein oder anderen Hänger, das sei ihr aber gerne verziehen. Es hat mich von der Form ein wenig an die Stadtgeschichten von Armistead Maupin erinnert, allerdings in einer stark weiterentwickelten Form.

Gleichzeit habe ich die neue CD von Sophie Hunger gehört, bin ehrlich gesagt bisher nur bis zur ersten CD gekommen, ist so großartig. Allerfeinste Popsongs mit sehr persönlicher Note, vor allen Dingen wenn sie in schwyzerdütsch singt.

Fotos müssen leider weg

Tja, ich hatte es ja schon befürchtet, die Fotos müssen alle raus. Nina hat auch mich verständlich nochmal ein paar Dinge zum Thema Blog aufgelistet. Ich nehme die Fotos jetzt raus und überlege mir mal was.
(Meine Fotos waren sowieso qualitativ fragwürdig, aber ärgern tuts mich doch!!)

Freitag, 2. November 2012

Die Stadt der Toten von Sara Gran

Überall beschrieben, quasi das Must-have des Herbstes, der erste Band um die Detektivin Claire DeWitt, eine Ermittlerin mit Handbuch, Halluzinationen und Vergangenheit. Und wo sollte das Ganze spielen, dem Titel nach hätte ich es mir ja schon denken können, in New Orleans natürlich. 

Claire soll das Verschwinden eines bekannten Staatsanwaltes untersuchen, der nach der Sturmflut nicht mehr aufgetaucht ist. Sie trifft alte Bekannte, jugendliche Gangster und beschäftigt sich mit den allgegenwärtigen Dämonen ihrer Vergangenheit.

Die Autorin hat eine Heldin geschaffen, die es ohne weiteres durch mehrere Bände schaffen könnte, nicht alle Geheimnisse wurden gelöst. Mich hat es an Micky Knight von J.M. Redman erinnert, die vor Jahren schon in New Orleans ihr Unwesen trieb. 

Was allerdings die Rezensionen angeht... Wenn man sich mal bißchen Gedanken macht und nett schreibt, I-Ging lesen, Drogen nehmen, ordentlich Sozialkritik und so, kann man es ohne weiteres auf jede Bestenliste schaffen. Für mich ist es ein schöner Krimi, dem man noch viele Bände wünscht.

Samstag, 20. Oktober 2012

Ein Weihnachtsvorbote: Hilfe die Herdmanns kommen von Barbara Robinson

Ein Krippenspiel der besonderen Art. Die Herdmannkinder haben das Gartenhäuschen vom Nachbarn abgefackelt und spielen nun die Hauptrollen im jährlichen Krippenspiel. Soll man das mit seinen Kindern lesen? Auf jeden Fall! Man sollte seine Kinder nicht unterschätzen, das Riesenzähnchen wußte es sehr gut einzuordnen.

Jetzt lesen wir gerade den nächsten Band, in dem es sich um Halloween dreht, ich finde es ziemlich langweilig, meinem Sohn gefällt es.

Verwesung von Simon Beckett

Meine zweite Begegnung mit David Hunter, auch ein Geburtstagsgeschenk. Ein schnell in den Ferien weggelesenes Buch über einen Forensiker, der im Sumpf von Dartmoor mit einer schönen Frau Leichen sucht. Viele Leute lieben Simon Beckett, es ist gute Unterhaltung, aber es könnte etwas mehr Seele haben. Außerdem mag ich es, wenn ich etwas lerne, wüßte hier leider nicht, was.

Christian Kracht


Habe mich in der Bücherei vergriffen und erstmal - Imperium - gelesen. 
August Engelhardt wanderte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Südsee aus, kaufte eine Insel und gründete den Orden der Kokovoren (Kokosnussesser, in etwa). Eine tragische Gestalt in einer tragischen Zeit, dessen Einsamkeit mich an jemand erinnert, komme noch darauf. Christian Kracht schreibt einfach toll, er ist sehr wortgewandt, manchmal lässt er sein Bildungsbürgertum etwas zu sehr raushängen, aber mir hat es trotzdem so sehr gefallen, dass ich direkt - Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten - gelesen habe. 
Es gibt eine Schweizer Sowjet Republik, die seit fast 100 Jahren im Krieg mit Nazideutschland steht und ihre Soldaten aus Afrika rekrutiert. Ich habe mich dabei ertappt, das ich das Buch wie einen Krimi gelesen habe, was ferner nicht liegen könnte. Aber C. Kracht schreibt so schön, ich wollte immer weiter lesen. Ein aufmerksamer Geist hat mir noch Faserland zum Geburtstag geschenkt, das werde ich beizeiten auch noch lesen.